Trampolin springen - Koordination trifft Mut - Informationen & Tipps



Trampolin springen - Koordination trifft Mut

Das Springen auf dem Trampolin verbreitet Spaß und Freude und steht für Mut, Freiheit und Können. Allerdings scheint es auch für viele Menschen eine Barriere zu geben, die sie daran hindert selbst auf dem Trampolin zu springen. Das Trampolinspringen provoziert neue Koordinationen im Bewegungsablauf und ist mit seinen freien Flugphasen mit keinem anderen Sport vergleichbar. Es fehlen also lediglich die Erfahrungswerte, die für die Koordination eine wichtige Rolle spielen.

Das Anforderungsprofil für einen Sportler oder einer Sportlerin ist beim Trampolin springen nicht höher als bei anderen Sportarten. Alle Anforderungen können beim Springen selbst entwickelt bzw. trainiert werden. Zu beachten gibt es aber einige Kontraindikationen für das Trampolinspringen. Menschen die Probleme mit dem Vestibularorgan (Innenohr, Gleichgewichtsregulation) z.B. in Folge eines Gehörsturzes haben, sollten diesen Sport ebenso nicht ausführen, wie Menschen mit einer vorgeschädigten Wirbelsäule, etwa nach einem Bandscheibenvorfall. Eine Rücksprache mit dem Hausarzt bringt Sicherheit über die Unbedenklichkeit.

Trampolinspringen schult die Koordination allein schon durch die Erweiterung der Bewegungserfahrung. Daher wird das Trampolin auch von Leistungssportlern anderer Sportarten für die Ausbildung einer sportartenunspezifischen Koordination genutzt. Die auf dem Trampolin verbesserten koordinativen Fähigkeiten werden durch einen Erfahrungstransfer auf andere Sportarten übertragen und erhöhen so die Variationsbreite von Bewegungstechniken.

Neben dem Erlernen der trampolintypischen Bewegungsmuster werden die Orientierungsfähigkeit, die Gleichgewichtsfähigkeit, die Wahrnehmungsfähigkeit sowie die Fähigkeit zur Rhythmisierung von Bewegungen trainiert.
Diese koordinativen Anforderungen, die gleichfalls gefordert sind und gefördert werden, provozieren in ihrer Gesamtheit völlig neue Bewegungserfahrungen. Ist der Mut einmal aufgebracht diese Erfahrungen zu machen, so überwiegt in aller Regel die von der Bewegung ausgehende Lustempfindung. Dabei helfen am Anfang Hilfestellungen und Hilfsgeräte. Neben einer Markierung von Absprung- und Landezonen, helfen erfahrene Kräfte bei der Sicherung. Weichbodenmatten oder spezielle Schiebematten können die Landung unterstützen und eine ungewollte Konterbewegung durch das Tuch verhindern.

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