Steuern und Inflation bei der Altersvorsorge
Die private Altersvorsorge ist für viele Menschen mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden. Für diejenigen, die sich noch keine Gedanken um eine zusätzliche Vorsorge gemacht neben der gesetzlichen Rente gemacht haben, wird es höchste Zeit, denn die wenigsten Bürger, werden im Ruhestand allein von der staatlichen Rente leben können oder sich in ihrem Alltag zumindest stark einschränken müssen. Wer zusätzliche Altersvorsorge betreibt, darf bei den zahlreichen Möglichkeiten die es dafür gibt, wie z.B. Riester-Rente, Rürup-Rente, private Rentenversicherung oder betriebliche Altersvorsorge, nicht nur die Rendite im Auge haben, sondern muss ebenso auf eventuelle Abzüge achten. Solche Abzüge können unter anderem Steuern oder Sozialabgaben sein, die möglicherweise auf die gewählte Vorsorgeform zu bezahlen sind und im Rentenalter das Ersparte schmälern. Wieviel Steuern auf die jeweilige Rente zu zahlen ist, hängt vor allem von der gewählten Rentenart ab. Ebenso spielen das Renteneintrittsalter, der persönliche Steuersatz sowie andere Einkünfte als Pensionär eine Rolle.
Ein weiterer Punkt, der bei der Planung der Altersvorsorge gern vergessen wird, ist die Inflation, welche die erwartete Rente einmal deutlich entwerten wird. Die langfristigen Preissteigerungen werden auf etwa 2 Prozent pro Jahr geschätzt. Durch die Auswirkungen der Finanzkrise sind in den nächsten Jahren jedoch ebenso Inflationsraten von mehr als 5 Prozent möglich. Jemand, der jährlich 1.000 Euro bei einer Verzinsung von vier Prozent spart, hätte nach 30 Jahren ungefähr 56.000 Euro angespart. Das klingt zunächst einmal ordentlich. Bedenkt man jedoch eine durchschnittliche Inflation von zwei Prozent jährlich, dann ist von dieser Summe auf dem Papier real nur etwa die Hälfte der heutigen Kaufkraft übrig geblieben. Vorsorgeexperten raten daher stets dazu, bei der Berechnung der zukünftigen Rente immer mögliche Steuern sowie die Auswirkungen der Inflation zu berücksichtigen. Wer die zukünftigen Abschläge bei seinen Planungen berücksichtigt, ist im Alter zumindest vor Überraschungen gefeit, auch wenn die Erkenntnis aus dem ganzen Sachverhalt in der Regel lautet: Noch mehr sparen oder sich bereits heute mit einer geringeren Rente als gedacht abzufinden.
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