Silo, Speicher für Schüttgüter
Ein Silo, auch Hochsilo genannt ist ein bis zu 25 Meter hohes meist zylindrisches Bauwerk das der Speicherung bzw. Lagerung von Schüttgütern (Rohstoffen) dient.
Die Bauweise eines Silos ist in der Regel aus Beton oder Stahl, manchmal auch aus Holz oder Kunststoff.
Grundsätzlich wird ein Silo von oben befüllt und von unten geleert. Man nennt dies First-In/First-Out Verfahren. Die zylindrische Form bündelt hierbei den Inhalt hin zu der Ausgabe. Durch den existierenden horizontalen Druck wird meist nur noch ein sogenannter Schieber benötigt um die Ausgabemenge zu portionieren. In manchen Fällen wird auch eine mechanische Fördereinrichtung, eine sogenannte Förderschnecke installiert, um sehr schwerfälligen Inhalt zu transportieren.
In der Regel wird es in Zusammenhang mit der Landwirtschaft, zur Lagerung von Futtermitteln (auch Silage) und Granulaten gesehen. Aber auch in der Bauwirtschaft werden Silos zur Speicherung von Baustoffen wie z.B. Zement verwendet. Ebenso wie in modernen Fabrikanlagen wo Silos zur Speicherung der Rohstoffe genutzt werden.
Als Silo wird in der Baubranche auch ein Behälter für Fertigmörtel zum verputzen bezeichnet, der meist direkt an eine Mischanlage gekoppelt ist.
Eine Abwandlung zu klassischen Silos stellen sogenannte Silotürme wie der Henninger-Turm aus Frankfurt am Main dar. Dieser ist 120 m hoch und diente der Lagerung von 16.000 Tonnen Braugerste.
Neben dem Hochsilo gibt es noch das sogenannte Fahrsilo. Dieses dient der Herstellung von Silage, also der Konservierung von Futtermitteln wie gehäckseltem Gras oder Mais. Das Futtermittel wird hierbei von einem Walzschlepper in einem meist rechteckigen Behälter verteilt und verdichtet. Wenn der Behälter gefüllt ist wird er luftdicht verschlossen, und die eingelagerten Pflanzenstoffe beginnen mit einer spontanen Milchsäuregärung. Dieser Prozess wird in der Regel direkt im Anbaugebiet vollzogen.