Negative und Positive Eigenschaften der Staatshilfe

In Zeiten der Finanzkrise hört man es immer häufiger, das Wort Staatshilfe. Auch wundert man sich heutzutage fast nicht mehr, wenn es wieder in den Nachrichten heißt, dass eine große Firma oder ein traditionsreiches Unternehmen Insolvenz angemeldet hat und somit auf Hilfe vom Staat hofft. Doch wie kommt es dazu, dass so viele Unternehmen Staatshilfe beantragen müssen, und wie sehen die Argumente der Befürworter und Gegner der Staatshilfe aus?
Die Gründe für einen Staatshilfeantrag können unterschiedlich ausfallen. Zum einen kann der Fall eingetreten sein, dass die Produkte, die das Unternehmen herstellt, keinen Absatz mehr am Markt finden. Wirtschaftsökonomen sprechen dann auch von einer Marktsättigung. Zum anderen betreiben viele Firmen und Unternehmen offensichtlich ein mangelhaftes Controlling bzw. Cash- Management. Daher erreichen sie ihre selbst anvisierten Ziele nicht und haben gravierende Fehler bei der Planung und Steuerung des Unternehmensprozesses gemacht. Ein weiterer Grund für die Miesere eines Unternehmens in Zeiten der Finanzkrise ist eine zu hohe Verschuldung, welche in der Zahlungsunfähigkeit des Betriebes mündet.
Diese und noch viele weitere Tatsachen sind die Hauptgründe dafür, dass Aufsichtsratsvorsitzende und Manager von Firmen und Unternehmen Staatshilfe beantragen müssen.
Das öffentliche Echo von Medien, Politikern und Bürgern auf diese Anträge fällt dann meist sehr verschieden aus. In der Regel wird ein Staatshilfeantrag gutgeheißen, da er dem krisengebeutelten Unternehmen hilft, weiter zu produzieren. Zudem gibt es, wenn auch vielleicht nur vorerst, keine Pleite sowie keine Entlassungen beim Unternehmen und es werden gleichzeitig Arbeitsplätze gerettet. Obendrein führt solch ein Antrag auf Staatshilfe dazu, dass es zu einer Grunderneuerung bzw. zu einer Neustrukturierung eines Unternehmens kommt. Somit bietet sich dann die Möglichkeit für einen Betrieb/ Unternehmen etc., sich neu aufzustellen und zu positionieren um später am Markt wieder „voll angreifen“ zu können. Oftmals hört man in diesem Zusammenhang auch den viel zitierten Satz von Politikern und Unternehmen, dass es „in der Krise auch Hoffnung und die Chance auf einen Neuanfang“ gäbe.
Auf der anderen Seite jedoch sollten auch die negativen Auswirkungen von solch einem Staatshilfeantrag beachtet werden. Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass der Staat mit einer Bürgschaft oder einem Kredit für das Unternehmen stark in die Wirtschaft eingreift. Dieses ruft allerdings auch nicht selten viele Kritiker auf den Plan, dagegen anzugehen und zu demonstrieren. Darüber hinaus vergrößert sich durch die Staatshilfe auch die Verschuldung des Staates bzw. des Bundes, was häufig nach sich zieht, dass der Staat nicht alle Anträge annehmen und Bürgschaften gewähren kann. Des Weiteren kann es passieren, dass zu viele Anträge zu einer unkontrollierten Ausweitung der staatlichen Hilfen führen, was eine weitere negative Eigenschaft der Staatshilfeanträge darstellt. Im Übrigen entsteht auf Grund der Pleite von Unternehmen und den damit verbundenen hohen finanziellen Rettungsmaßnahmen des Staates allgemeiner Unmut, denn Vater Staat kommt für das auf, was die sogenannten Top- Manager sowie Vorsitzenden eines Unternehmens sich zu Schulden haben kommen lassen, und dies geht nicht zuletzt auch auf Kosten der Steuerzahler.

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